Wissenswertes aus der Praxis
Wie ernähren sich unsere Zellen - oder: warum macht es Sinn, flüssig zu bleiben?
Unsere Zellen brauchen Nährstoffe, um ihre Aufgaben erfüllen zu können, aber wie kommen diese Nährstoffe in die Zellen? Der Dünndarm nimmt die aufgespaltene Nahrung auf und gibt sie an das Blut ab. Über den Blutkreislauf gelangen die Nährstoffe in alle Körperregionen. Unsere Zellen haben jedoch keine direkte Zuleitung, sondern die Stoffe werden in die Zwischenzellflüssigkeit (Grundsubstanz) abgegeben und von dort in die Zelle aufgenommen. In dieser Flüssigkeit zwischen den Zellen verlaufen die Blutbahnen, Lymphgefäße, Nervenbahnen, hier befinden sich Abwehrzellen und Bindegewebszellen. Was die Zelle mit den Nährstoffen gebaut hat, also die Stoffwechselprodukte, wird ebenfalls in die Zwischenzellsubstanz abgegeben, damit sie von Blutkapillaren oder Lymphgefäßen aufgenommen und abtransportiert werden können.
Über die Zwischenzellflüssigkeit sind also Zellen, vegetatives und zentrales Nervensystem, Hormonsystem, Blut- und Lymphkreislauf
miteinander vernetzt. Hier finden alle Entzündungs- und Abwehrvorgänge statt, hier spielen sich alle Wechselwirkungen im Organismus ab.
(Bild: Heine)
Diese Vorgänge können dann einwandfrei funktionieren, wenn die Zwischenzellflüssigkeit auch wirklich flüssig ist! Zuwenig Trinkmenge,
Nahrungsmittelzusätze (E-Nr), säurebildende Nahrungsmittel (tierische Produkte, Zucker, Weißmehl), wenig Bewegung und Stress lassen die
Zwischenzellflüssigkeit zäh werden - sie kommt in einen Gelzustand. Das macht es für alle Stoffe und Informationen schwierig, an den Zielort
zu gelangen. Der Organismus kann nicht reibungslos funktionieren und wird auf lange Sicht krank. Geht der Mensch nun zum Therapeuten, hat auch dieser mit dem
Zustand des Zwischenzellgewebes seines Patienten zu kämpfen, denn ein Gelzustand erschwert auch jegliche Therapie. Erste Maßnahme einer erfolgreichen
Therapie ist deshalb Entgiftung und Ausleitung, damit der Mensch wieder flüssig wird. Er ist dann wieder in der Lage, auf Therapiereize zu reagieren und sein
Organismus kann sich wieder einregulieren.
Birgit Laverman






